Kaffee, Kuchen und Karriere – Kooperation des Vereins „wo wissen wächst“ mit der Handwerkskammer bei der Berufswahl für Mädchen

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In Deutschland sind derzeit nur zwei Prozent aller Ingenieure weiblich. Woran liegt das? Sind Mädchen für technische Berufe weniger geeignet?
Natürlich nicht! – Generell ist für junge Frauen heute der Zugang zu allen naturwissenschaftlich – technischen Berufen genauso möglich wie für Männer. Allerdings zeigt sich, dass die Wahl des Berufs stark geschlechtsspezifisch ist: naturwissenschaftliche Berufsfelder werden überwiegend von Männern besetzt, während Frauen meist in den Bereichen Pflege, Fürsorge und Dienstleistungen anzutreffen sind.
Diese Verteilung in der Berufswahl hat sich in den letzten zehn Jahren nicht wesentlich verändert.
Leider fehlt den Mädchen manchmal das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, was auch mit überholtem Rollenverhalten im Elternhaus, in den Schulen, aber auch in der Werbung zusammenhängt.

„Wir müssen Mädchen dazu ermutigen, naturwissenschaftlich – technische Berufe zu ergreifen“, sagt Charlotte Willmer – Klumpp, 1. Vorsitzende des Vereins „wo wissen wächst“, der es sich zum Ziel gesetzt, die Begeisterung von Schülerinnen aller Schularten für die Naturwissenschaften und die Technik zu wecken.

Dazu bietet der Verein das Projekt „www – Café für Mädchen“ an. Dabei geht es darum, den Mädchen die Berührungsängste bezüglich technischer und naturwissenschaftlicher Berufe zu nehmen. Ein viel versprechender Weg hierzu ist die Kontaktaufnahme mit Handwerksmeisterinnen, Ingenieurinnen und Technikerinnen.

Als Kooperationspartner der „Girls Day Akademie“ führte der Verein für neun interessierte Schülerinnen aus dem Schillergymnasium in Offenburg sein Projekt durch. In der entspannten Atmosphäre des neuen Naturzentrums in Rust konnten die Mädchen zusammen mit Frau Hendrike Bartsch von BBQ bei Kaffee und Kuchen zwanglos Fragen an das so genannte „role model“, Frau Clara Kecskeméthy von der Handwerkskammer in Freiburg, stellen. Ganz spannend fanden die Schülerinnen den persönlichen und beruflichen Werdegang der in Peru geborenen Ingenieurin. Natürlich wurde auch ausführlich und offen über ihre Rolle in einem überwiegend von Männern dominierten Arbeitsumfeld gesprochen.

Eine der Teilnehmerinnen bringt es auf den Punkt: „Dieser Freitagnachmittag war richtig spannend. Die Zeit verging wie im Flug.
Frau Kecskeméthy hat uns viel Mut gemacht.“

Nächste Woche bietet sich dann den Mädchen die Chance, das „role model“ in der Gewerbe Akademie in Offenburg zu erleben. Die jungen Frauen lernen dort typisch „männliche Berufsfelder“ kennen und sollen sogar selbst aktiv werden.

In einem weiteren Schritt werden sich die Schülerinnen erneut im Naturzentrum treffen, um ihre Erfahrungen und Eindrücke auszutauschen. Auch das wird wiederum in entspannter Kaffeehaus-Atmosphäre stattfinden. Bleibt zu hoffen, dass das eine oder andere Mädchen durch dieses Projekt den Weg zu einem naturwissenschaftlich-technischen und praxisorientierten Beruf findet.

In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass der Verein „wo wissen wächst“ auch für Schülerinnen aller Schularten in der Ortenau solche „www-Cafés für Mädchen“ anbietet. Unterstützt wird das Projekt vom Regierungspräsidium in Freiburg und der Agentur für Arbeit.

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Am 10. und 11. Oktober 2017 finden die neunten Tage des Wissens für kleine Forscher im Bürgerhaus am Seepark in Freiburg statt. Mehr Infos

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